Holzbaracke

Das Jugendzentrum etabliert sich in der Holzbaracke

 

Ende August 1981 zog das JZ mit einem großen Einweihungsfest in die Holzbaracke ein. Der Laden war an diesem Abend proppenvoll: Ein guter Anfang. Das JZ gewann noch mehr Bedeutung als Treffpunkt und Veranstaltungsort. In den nächsten Jahren wurde das Programm professionalisiert, da mehr Platz für Konzertbesucher vorhanden war. Das JZ erwarb sich regionale Bedeutung als „Location“, in der angesagte Bands auftraten (siehe auch den Text “Kultur in Neckargemünd”). Hausband wurde die Komazu Baumaschinen GmbH, die auch wegen ihres genialen Songs „Schlindwein!“ immer eine große Fangemeinde anlockte. 

Das JZ hatte sich etabliert: Daher wurde jetzt mehr gefeiert als diskutiert, demonstriert oder gefordert. Man musste nicht mehr um die Einrichtung kämpfen, die Stadt hatte sich mindestens mit der Existenz des JZ abgefunden. 

Die Negativseiten des Erfolgs: Zurückhaltend formuliert wurde die Zahl derer, die sich aktiv für einen funktionierenden Betrieb einsetzten, nicht größer. Es waren gefühlt immer dieselben und die wuchsen auch langsam aus dem JZ-Alter raus. Es kamen zwar immer neue Jüngere nach, doch sie brannten nicht (und mussten das auch nicht) wie diejenigen zu den Zeiten, in denen das JZ um seine Existenz kämpfen musste. Mitte der Achtziger Jahre war bei Jugendlichen Feiern und Genießen mehr angesagt. Es gab dafür genügend andere Orte, wo man das tun konnte, ohne am Sonntag danach das JZ aufzuräumen.