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Sanfte Liebe – eine regionale „Supergroup“

Der  hier vorliegende Mitschnitt dieses Konzerts aus dem JZ vom Dezember 1985 wurde im damals hoch gehandelten Kunstkopfverfahren aufgenommen. Es ist ein Rohmitschnitt, d.h. er wurde nachträglich nicht bearbeitet. Die Qualität ist ganz anständig, wenn auch der Gesang etwas im Hintergrund erscheint. „Sanfte Liebe“ war damals so etwas wie die „Supergroup“ der Mannheimer Musikszene. Sie bestand aus Barbara Lahr – Gesang und Gitarre, Uli Krug – Bass, Erwin Ditzner – Drums und dem leider zu früh verstorbenen Hans Reffert – Gitarre. Man mischte aus Rock‘n Roll, Rockabilly und New- Wave- Elementen einen meist tanzbaren und fetzigen Sound mit Eigenkompositionen aber auch Covers. Hans Reffert war damals schon ein fantastischer Gitarrist und Barbara Lahr eine charismatische Frontfrau mit einer tollen Stimme. Erwin Ditzner und Uli Krug sind ja später in der Mardi Gras Brass Band aufgegangen. Unvergessen auch die Cover-Version von „Der Novak, einem Chanson von Hugo Wiener, gesungen von Cissy Kraner  mit einem wunderbaren Text.

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Diese Band aus dem Mannheim/Heidelberger Raum ist schlichtweg legendär: man könnte sie auch als Keimzelle der Musikszene in unserem Raum bezeichnen. Bestehend aus 2 Saxofonen, 2 Bässen, 2 Drummern und einem Gitarristen hatte schon die Besetzung Seltenheitswert. Ralf Guske und Erwin Ditzner, die beiden Drummer, sollten später aus der Szene nicht mehr weg zu denken sein. Ersterer machte Karriere bei den Söhnen Mannheims und Erwin Ditzner ist ja bis heute ein äußerst umtriebiger Musiker. Uli Krug, einer der beiden Bassisten, spielte dann ja auch bei „Sanfte Liebe“  und gründete die sehr erfolgreiche „Mardi Gras Brass Band“. Tim Sann und Siggi Gaiberger waren die Frontleute an den Saxofonen, wobei Tim mit oft skurrilen Texten und wildem Gesang aufwartete. Schräg bis druckvoll und manchmal auch funky kam die Musik daher. Komazu war quasi unsere „Hausband“, sie spielten bestimmt fünf Mal im Jugendzentrum. Bei einem Konzert gründeten wir (ein paar eingefleischte Fans) den „Komazu Fan Club“. Die Bühne wurde mit rot/weißem Tatortband abgesperrt, wir trugen Helme mit Komazu-Aufschrift, schwenkten Fähnchen während des Konzerts und spielten als Höhepunkt mit unseren Plastiksaxofonen mit. Zu sehen ist das auf ein paar Fotos im Ordner „Konzerte“ hier auf dieser Seite.